Passend zum Kampftag der Arbeiterklasse wird am Sonntag den 04.05.14 „ Frohes Schaffen- Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral (BRD, 2012, 99 Minuten) im Rosenheimer Z vorgeführt. Die essayistisch-satirische Doku-Fiktion von Konstantin Faigles zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit.
Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.
Die Filmvorführung ist eine Kooperation der infogruppe rosenheim mit dem Kurt-Eisner-Verein – Rosa Luxemburg Stiftung Bayern und beginnt um 19.00 Uhr im Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung (Innstr. 45a, Rosenheim). Das Z hat ab 18:00 Uhr geöffnet und ab 18.30 Uhr gibt es Essen gegen Spende. Weitere Informationen zum Film gibt es im Internet unter : http://www.frohesschaffen.wfilm.de und den Trailer zum Film gibt es hier:
Am Sonntag den 06.04.2014 zeigt die infogruppe rosenheim im Z den Film „Die Geige aus Cervarolo“(2012, 75 Min.). Die erzählerische Dokumentation handelt von einem Kriegsverbrechen deutscher Truppen im Reggianer Apennin gelegenen Dorf Cervarolo.
Im März 1944 durchkämmten Einheiten der “Fallschirm-Panzerdivision Hermann Göring” zusammen mit faschistischen italienischen Einheiten im Zuge der “Partisanenbekämpfung” den Apennin in der Gegend von Modena. Dabei kamen sie auch in das abgelegene Dorf Cervarolo, ermordeten dort 24 Frauen, Männer und Kinder und steckten anschließend den Ort in Brand.
Wie so viele andere geriet auch dieses Massaker an Zivilisten in Vergessenheit. Als 1994 eher zufällig umfangreiche Unterlagen bei der Militärstaatsanwaltschaft in Rom gefunden wurden, begannen neue Ermittlungen, die zu einem Prozess in Verona und schließlich im Juni 2011 zur Verurteilung – in Abwesenheit – von sechs noch lebenden ehemaligen Wehrmachtssoldaten führte.
Im Laufe der Ermittlungen und des Prozesses entstand unter der Regie von Nico Guidetti und Matthias Durchfeld der Dokumentarfilm “Die Geige aus Cervarolo”.
Hauptfigur des Films ist Itali Rovali aus Cervarolo, dessen Großvater und Onkel bei dem Massaker ermordet wurden. Als Angehöriger und als Jurist machte er sich vor Jahren auf Spurensuche und rekonstruierte den Hergang des Geschehens und die Identität der Täter, was schließlich zum Prozess führte. Unterstützt wurde er vor allem durch Frauen und Männer aus Cervarolo, die das Massaker damals als Kinder miterleben mussten. Durch ihre Schilderungen werden auch sie zu wichtigen Personen des Films und des Prozesses. Und eine wichtige Rolle spielt auch jene Geige von Rovalis Vater, die wie durch ein Wunder das Massaker “überlebte” …
Die Filmvorführung ist eine Kooperation der infogruppe rosenheim mit dem Kurt-Eisner-Verein – Rosa Luxemburg Stiftung Bayern und beginnt um 19.00 Uhr im Z, dem Linken Zentrum in Selbstverwaltung (Innstr. 45a, Rosenheim). Das Z hat ab 18:00 Uhr geöffnet und ab 18.30 Uhr gibt es Essen gegen Spende. Weitere Informationen zum Film gibt es im Internet unter Siehe auch Homepage zum Film: www.popcultdocs.com/violino_german.html und den Trailer zum Film gibt es hier:
Anmerkung:
Mit der Filmvorführung will die infogruppe rosenheim auch auf andere, durch deutsche Truppen begangen Massaker an Zivilisten hinweisen, wie das Massaker von Skines. Am 1. August 1941 zerstörten Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall die griechische Ortschaft und ermordeten 148 Zivilist_innen (Weitere Infos: http://reichenhall.rosenheim.social/2011/07/reichenhall-kriegsverbrechen-nicht-verschweigen/). Die Kriegsverbrechen der Reichenhaller Gebirgsjäger werden jedoch im Berchtesgadner Land bis heute großteils verschwiegen. Statt dessen wird der Täter im Rahmen einer geschichtsrevisionistischen Kretagedenkfeier gedacht. Am So 13.04.14 findet deshalb im Rosenheimer Z auch eine Infoveranstaltung zu den „Bad Reichenhaller Zuständen“ statt . Rund um den 11.Mai sind in Bad Reichenhall antifaschistische/antimilitaristische Aktionen geplant. Weitere Infos gibt es in Kürze unter: reichenhall.rosenheim.social
Am So, 03. November 2013 zeigt die infogruppe rosenheim den Dokumentarfilm “Noise and Resistance” im Rosenheimer „Z“ (Innstr.45a). Dieser Film von Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag gibt einen Einblick in eine internationale Szene, die sich dem Kommerz und Konsum des modernen Lebens widersetzt. Hausbesetzer, Gewerkschaftskämpfer und Aktivisten in ganz Europa, die sich nicht nur über die Punk-Musik definieren, aber ihrer Lebenseinstellung dadurch Ausdruck verleihen. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich: Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls. Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung “Do it yourself!” zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist. “Noise and Resistance” ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.
Die Filmvorführung beginnt um 19.00 Uhr im Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Z, in der Innstraße 45a. Das Z hat ab 18:00 Uhr als Infoladen geöffnet und ab 18.30 Uhr gibt es veganes Essem im Rahmen der SoKü. Weitere Infos zum Film gibt es unter: http://www.noise-resistance.de/
Am Sonntag den 06. Oktober zeigt die infogruppe rosenheim um 19 Uhr den Dokumentarfilm „Newo Ziro – Neue Zeit“. Am 20. Oktober wird Roswitha Scholz zur selben Zeit zum Thema „Der „Zigeuner“ in der Arbeitsgesellschaft“ referieren.
Im Dokumentarfilm „Newo Ziro – Neue Zeit“ geht es um vier beeindruckende Menschen, Sinti in Deutschland. Sie haben kein leichtes Leben. Einer der Akteure, Bawo Reinhardt will, dass sie selbstbewusst für ihre Bildung und ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen. Seine Enkelin Sibel macht bald ihr Abitur und hat drei schwarze Gürtel in Kung Fu. Ihr Vorbild ist ihr Onkel Lulo Reinhardt, der jahrelang gekämpft hat, um heute als anerkannter Musiker zu leben. Sascha Reinhardt, der mit seinem Festival die Musik der Sinti und Roma auf die Bühne bringt, bleibt skeptisch, ob das mit der Integration klappt. Zu viele Benachteiligungen nach wie vor.
Und diese Integration, was soll sie bedeuten – dass sie ihre Traditionen und Identität aufgeben und so leben wie alle? Wie können sie ihre Kultur und Sprache in unserer Gesellschaft behaupten, die immer gesichtsloser wird? Sich abschotten oder sich öffnen – mit der Gefahr, das Eigene zu verlieren? Noch ist die Gemeinschaft stark in ihrer Kultur, doch wie sieht der Weg des Einzelnen aus? Das zwischen verschiedenen Kulturen wandernde Mädchen Sibel bringt ihr Lebensgefühl auf den Punkt: „Vom Sindh bis an den Rhein war es ein langer Weg. Heute ist unsere Heimat hier. NEWO ZIRO heißt NEUE ZEIT. Wie wird unsere Zukunft aussehen?“
Am 20. Oktober wird die Nürnberger Publizistin und Autorin Roswitha Scholz zum Thema Antiziganismus und „Der “Zigeuner” in der Arbeitsgesellschaft“ referieren. Antiziganismus ist ein weit verbreitetes Phänomen. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als “Zigeuner” diskriminiert und oft verfolgt. In dem Vortrag werden antiziganistische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungs-Prozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft sowie deren Bedeutung heute, wenn abstrakte Arbeit obsolet wird und u.a. Hartz IV -Zwangsmaßnahmen und Billiglohn drohen, analysiert. Dabei werden auch Differenzen und Parallelen zwischen Antiziganismus und Antisemitismus aufgezeigt.
Beide Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr im Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Z, in der Innstraße 45a und werden in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein organisiert.
Die infogruppe zeigt jeden ersten So im Monat „den politischen Film“. Im August wird The Graffiti Artist vorgeführt:
Nick, ein Graffiti-Sprayer aus Seattle, ist ständig auf der Flucht vor den Cops. Da trifft er auf den ebenfalls talentierten Jesse und freundet sich mit ihm an. Sie ziehen durch Malls, klauen Spraydosen, haben Sex, sprayen gemeinsam und können gerade noch verdeckten Ermittlern entkommen. Aber Jesse reist spontan zurück nach Portland, mit dem Versprechen, schnell wieder zurück zu kommen. Als er dies aber nicht tut, fährt ihm Nick hinterher, obwohl dort ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt. Wenig später wird Nick von der Polizei geschnappt und landet im Jugendknast. Und Jesse Arbeitet nun auch lieber für einen Kunstbetrieb als für die Straße…
Die Filmvorführung beginnt um 19.00 Uhr im Linken Zentrum in Selbstverwaltung, Z, in der Innstraße 45a. Das Z hat ab 18:00 Uhr als Infoladen geöffnet und ab 18.30 Uhr gibt es veganes Essem im Rahmen der SoKü.
Die Bibliothek_A im Z, präsentiert monatlich ein Buch des Monats. Im Juli ist es der im ag spak Verlag erschienene Sammelband „Die neue Radikalität der Abtreibungsgegner_innen im (inter-)nationalen Raum“. [Weiterlesen auf dem blog der Bibliothek_A ]
In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni wurde in Istanbul der seit rund zwei Wochen besetzte Gezi-Park geräumt. Die Polizei ging mit äußerter Brutalität vor, es gab hunderte Verletzte durch Tränengas, Gummischrot und Knüppel. Am kommenden Montag organisiert die SDAJ ein Solidaritätsdemonstration in Rosenheim (18:00 Uhr – Bahnhof) und am Sonntag (23.06 – 19:00 Uhr) findet im Rosenheimer Z (Innstraße 45a) ein von der infogruppe organisierter Vortrag „über die aktuelle Situation in der Türkei, insbesondere in Istanbul“ statt. Die Referenten unterstützen die Proteste in Istanbul und waren bei der Räumung des Gezi-Parks anwesend. Sie werden ihre persönlichen Erfahrungen über die Proteste schildern und gleichzeitig einen Versuch vornehmen, die aktuelle politische Lage in der Türkei nachzuzeichnen. Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei.
Am Sonntag, 07.07. holen wir den Filmvortrag „WHORES’ GLORY“ nach. Welcher ursprünglich zum Internationalen Hurentag1, am Sonntag den 02. Juni gezeigt werden sollte, wegen Hochwasser aber verschoben werden musste.