Feministischer Kampftag (Demo)

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Datum/Zeit
Date(s) - 08/03/2026
16:00 - 18:00

Veranstaltungsort
Salingarten

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Der Internationaler Frauentag ist seit über hundert Jahren ein Tag des Widerstands und ein Tag der Hoffnung. Er ist entstanden aus Streiks von Arbeiterinnen, aus Protesten gegen Ausbeutung Krieg und Entrechtung. Er erinnert uns daran das nichts, was wir heute haben, uns geschenkt wurde. Rechte wurden erkämpft gegen Widerstände, gegen Repression gegen ein System, das von unserer Arbeit lebt und uns gleichzeitig klein halten will.

Schau dich um: Wer pflegt die Angehörigen? Wer arbeitet in unterbezahlten Care Berufen? Wer reduziert Stunden, verzichtet auf Karriere und trägt die Hauptlast von Erziehung und Haushalt? Wer hat am Ende des Monats weniger Geld und im Alter ein höheres Armutsrisiko? Das ist kein individuelles Versagen, das ist strukturell organisiert.

Frauen halten diese Gesellschaft am Laufen:
im Krankenhaus, im Supermarkt, in der Kita, im Büro und zu Hause. Und trotzdem sind wir schlechter bezahlt, politisch unterrepräsentiert und ständig mit dem Anspruch konfrontiert, „alles“ schaffen zu müssen. Gleichzeitig steigen die Zahlen geschlechtsspezifischer Gewalt, Femizide sind brutale Realität und reproduktive Rechte werden eingeschränkt oder in Frage gestellt.

Deshalb ist der 8. März kein symbolischer Feiertag – er ist ein Kampftag. Er verbindet die Kämpfe von Pflegekräften in Deutschland mit denen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch, von Landarbeiterinnen in Brasilien, von Aktivistinnen in Polen oder im Iran. Unsere Unterdrückung ist global organisiert: Durch Märkte, durch politische Allianzen, durch Ideologien. Unsere Antwort muss solidarisch, internationalistisch und entschlossen sein.

Frauenbefreiung heißt, patriarchale Gewalt zu bekämpfen und Femizide klar als das zu benennen, was sie sind: Ausdruck struktureller Macht. Frauenbefreiung heißt, ökonomische Abhängigkeit zu überwinden durch gleiche Löhne, starke Tarifkämpfe, soziale Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge. Frauenbefreiung heißt, Sorgearbeit gesellschaftlich anzuerkennen und gerechter zu verteilen. Und sie heißt, solidarisch zu sein – über Herkunft, Religion, Identität und Berufsgruppen hinweg.

Am 8. März gehen wir auf die Straße verbunden mit Millionen Frauen weltweit.
Wir wissen: Veränderung ist möglich.

Die Geschichte dieses Tages beweist es.
Rojava beweist es.
Die feministischen Bewegungen der letzten Jahre beweisen es!

Unsere Solidarität kennt keine Grenzen:
Für die Befreiung hier und überall!

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