Datum/Zeit
Date(s) - 11/03/2026
19:30 - 22:30
Kategorien Keine Kategorien
Am 11. März lädt die Bibliothek_A im Z zu einer besonderen Buchpräsentation mit dem Autor Stefan Dietl ein. Er liest aus seinem aktuellen Buch „Antisemitismus und die AfD“, in dem er eng verknüpfte Erscheinungsformen antisemitischer Einstellungen und Debatten innerhalb der Partei „Alternative für Deutschland“ kritisch analysiert. Dietl zeigt, wie Antisemitismus als bedeutendes Ideologieelement funktioniert und wie die AfD diesen gleichzeitig abstreitet und instrumentalisiert – ergänzt durch zahlreiche Beispiele und politikwissenschaftliche Einblicke.
📍 Wann: 11. März
📍 Wo: Bibliothek_A im Z
Antisemitismus ist in der AfD allgegenwärtig. Immer wieder attackiert die Partei unter Rückgriff auf antisemitische Stereotype prominente Vertreter*innen jüdischen Lebens, teilen führende AfD-Funktionär*innen antisemitische Verschwörungserzählungen oder relativieren die Verbrechen des Nationalsozialismus. Trotz der zahlreichen einschlägigen Skandale in ihrer noch jungen Parteiengeschichte wird dem Antisemitismus in der Analyse der AfD jedoch kaum Beachtung geschenkt.
In seinem Buch widmet sich Stefan Dietl dieser Leerstelle und beschreibt den Antisemitismus als wesentliches Ideologieelement und Welterklärungsmodell der AfD. Dabei nimmt er die verschiedenen Erscheinungsformen des Judenhasses in der Partei ebenso unter die Lupe wie die Versuche der AfD, sich als Bollwerk gegen Antisemitismus und Fürsprecherin Israels zu inszenieren. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die angebliche Tabuisierung des Judenhasses in der deutschen Gesellschaft und auf die Renaissance des Antisemitismus im öffentlichen Raum.
